Datenskandal bei Facebook – 87 Millionen Nutzer betroffen

Der große Datenskandal bei Facebook weitet sich immer weiter aus. Mehr als 310.000 Geschädigte gibt es alleine in Deutschland.

Der bisherige Datenskandal hat ein deutlich größeres Ausmaß bei Facebook, als man zu Anfang gedacht hat. Insgesamt sollen mehr als 87 Millionen Nutzer betroffen sein, bei denen die Daten einfach geteilt wurden. Dies konnte die britische Datenanalysefirma Cambridge Analytica mitteilen. Nach den aktualisierten Angaben zu Folge soll der Datenmissbrauch vor allem die Nutzer aus den USA betreffen.

Bisher wurde davon ausgegangen, dass es nur rund 50 Millionen Menschen, die von dem Datenskandal betroffen sind. Die jüngsten Erkenntnisse sage jedoch was komplett anderes.

Waren die Daten für Trumpfs Wahlkampf?

Man sagt, dass die Facebook Daten alle unerlaubt für den Wahlkampf von Trump ausgewertet wurden. Aufgrund dessen haben die Behörden in den USA und auch Großbritannien nun die Ermittlungen eingeleitet. Mark Zuckerberg, der bekannte Facebook Chef entschuldigte sich bereits für den enormen Datenmissbrauch und kündigte zusätzlich eine Reihe von Reformen an.

Er sagte jedoch auch in einem Interview, dass es viele Jahre dauern wird, bis die Probleme mit dem Schutz der Nutzerdaten von Facebook behoben werden können. Weiterhin möchte er sich zu dem großen Skandal schon bald genauer äußern.

Neue Datenschutzbestimmungen bei Facebook

Noch bevor sich der Datenskandal weiter ausbreiten konnte, hatte Facebook seine Datenschutz- und Nutzungsbedingungen geändert und demnach neu formuliert. Diese sollen noch klarer und transparenter für die Nutzer sein.

Alle Informationen über die Datensammlungen seien nun genauer beschrieben worden, sodass es neue Regeln gibt und natürlich auch weitere Informationen auf dem Gebiet. Diese Bestimmungen sagen jedoch auch, dass man Informationen, wie unter anderem den Namen und andere Dateien registriert. Dies soll allerdings dabei helfen, Menschen von Bots unterscheiden zu können. An der eigentlichen Datenverarbeitung sollte sich jedoch nichts weiter ändern. Das konnte Facebook bereits sagen.

Neue EU Verordnung und die Vorgriffe

In Europa geht es schon jetzt um neue Formulierungen für die Nutzungsrechte solcher Plattformen. Bislang kümmert sich Facebook zwar um ein solches Ausmaß und versucht daher das Problem in den Griff zu bekommen. Allerdings wird es in Europa schon bald anders sein. Es wird schließlich schon jetzt daran gearbeitet, die Umsetzung des EU Datenschutzgesetzes neu auszubauen. Ab Mai diesen Jahres sollen diese daher auf allen Portalen Pflicht sein, sodass User genau nachlesen können, was es damit auf sich hat. Dies ist nicht nur jahrelange Arbeit, sondern bereits auf den großen Datenskandal von Facebook zurückzuführen.